Lenormandkarten

Die Karten wurden nach Madame Lenormand benannt. Sie ist über die ganze Welt berühmt und bekannt. Wer war diese Seherin? Sie wurde in Alencon in Frankreich am 20. Mai 1772 geboren und starb als 71jährige am 25. Juni 1843. Berühmt wurde sie vor allem durch die französische Kaiserin Josephine de Beauharnais, die regelmäßig zu ihrer Beratung kam.

Die hellseherischen Fähigkeiten von Madame Lenomand zeigten sich bereits im Kindesalter. Sie war die Tochter eines wohlhabenden Tuchhändlers Alencon. Kurz nach dem Tod ihres Vaters siedelte die Familie, vaterlos und verarmt  nach Paris über. Sie wurde mit ihren Lenormand ? Karten u. a. berühmt als sie zusammen mit einer anderen Wahrsagerin einen ?Salon? betrieb, wo die Menschen sich die Zukunft mit Karten und anderen Techniken, z. B.  der Astrologie die weissagen liessen.

Madame Lenormand bewegte sich mit ihren Lenormand ? Karten nur in besseren Kreisen Frankreichs, in den Salons, wo sie bei einem Fest Josephine de Beauharnais vorgestellt wurde. Der Josephine de Beauharnais wurde mal von einer anderen Wahrsagerin vorausgesagt, dass sie einmal den Thron besteigen sollte. Sie würde mit einem jungen Offizier verheiratet werden, Napoleon Bonaparte und wollte wissen, ob dies nun wahr sei.

Josephine war sehr an den Lenormand ? Karten interessiert, sie selbst allerdings konnte aber auch sehr gut mit den Karten umgehen. Sie suchte Mme. Lenormand  um Rat auf, diese bestätigte ihr die Aussagen der anderen Seherin. Josephine de Beauharnais und Mme. Lenormand unterhielten von da ab regelmäßigen Kontakt. Einmal im Monat befragte Josephine von da an die Karten. Der ?Salon? in der Rue Tournon unter dem Namen: ?die Sibylle von Faubourg St. Germain? war vielgefragt.

Mme. Lenomand verwendete zusätzlich zu ihren Lenormand- Karten, die Tarotkarten, Kaffeesatz, Ei-Aufschlagen, Geomantie, Blumen, Astrologie u. a. Die Spielkarten legte sie nach drei Methoden aus, nämlich mit sieben, dreizehn und siebzehn Karten. Zu Beginn jeder Beratung stellte sie einige Fragen, die ihr die Richtung zeigen sollten: Wie alt sind sie? Sind sie verheiratet? Haben sie Kinder? Welche ist ihre Lieblingsfarbe? Welche Blume gefällt ihnen am meisten? Gegen welches Tier haben sie eine Abneigung?

Unter anderen Prominenten, bekam sie auch Besuch von dem berühmten Kunstmaler David oder Madame Stael und Talma, die sie regelmäßig aufsuchten. Mme. Lenomand hatte keine Kenntnis davon, dass Napoleon sich von Josephine scheiden lassen wollte. Nur seine engsten Vertrauten wussten davon. Als sie nun Josephine aus den Karten las, dass sich Napoleon scheiden lassen wollte, wurde sie durch den Kaiser wegen Verrats ins Gefängnis geworfen. Doch dann merkte man schließlich, dass man sie brauchte und holte sie nach wenigen Tagen wieder aus dem Gefängnis heraus.

Als aber ein Verbot den Kartenlegerinnen weitere Beratungen untersagte, ließ Mme. Lenormand sich als Buchhändlerin einschreiben. Sie gab ihre eigenen Bücher heraus. Später reiste sie nach Belgien, um die Zukunft für den Prinz von Oranien vorherzusagen. Nach einigen Abenteuern in der belgischen Hauptstadt kehrte sie nach Paris zurück, wo sie 1843 starb. Mme. Lenormand hat dem Kartenlegen zu neuen Ansehen verholfen, desweiteren war sie mit dafür zuständig, dass neue Kartensätze entworfen wurden. Gegenwärtig ist sie nicht nur wegen ihrer Weissagungen berühmt, sondern auch wegen der Namen, den sie den Karten gab.